Federal office of Consumer Protection and Food safety

Deliberate release of genetically modified organisms (GMO) into the environment

Details field trial (notified or authorized)

Legend: B= notified; Vb= simplified procedure; G= approved; V= approval simplified procedure; date= date of approval; X= withdrawn

6786-01-0188
B/DE/07/0188
G
7/20/07
Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, Jena, 07745 Jena
Germany
black nightshade
Solanum nigrum
gene silencing
1/1/07
12/31/10
Standard procedure
  • Dornburg/Saale, Stadt
Organismen: Familie: Solanaceae Spezies: Solanum nigrum L. freizusetzende Pflanzen: Nachkommen der in den Antragsunterlagen beschriebenen Transformanten S03/71-13 und S03/82-3 Beschreibung des Vorhabens: Mittels Agrobakterium-vermittelter Transformation und dem Plasmid pSOL3PRIS wurden genetische Elemente in das Genom von Pflanzen von Solanum nigrum (Schwarzer Nachtschatten) übertragen, die auf die Abwehrbereitschaft der Pflanzen gegen Insektenbefall Einfluss nehmen. Es wird erwartet, dass die gentechnisch veränderten Pflanzen Insekten weniger erfolgreich abwehren können als der Wildtyp des Schwarzen Nachtschattens. Mit Hilfe der gentechnisch veränderten Pflanzen ist vorgesehen, die Bedeutung von ausgewählten Pflanzengenen für das Wechselspiel von Pflanzen mit der Umwelt, insbesondere mit Insekten, zu untersuchen. Dazu sollen in den Vegetationsperioden der Jahre 2007 bis 2010 jeweils bis zu 600 gentechnisch veränderte Pflanzen von Solanum nigrum, die auf die Transformanten S03/71-13 und S03/82-3 zurückgehen, in Form vorgetriebener Pflanzen freigesetzt werden. Die gentechnisch veränderten Pflanzen sollen vor der Bildung der Blütenknospen von der Fläche entfernt und anschließend zerstört und entsorgt werden. Nachdem die Pflanzen von der Fläche entfernt worden sind, wird die Freisetzungsfläche in den einzelnen Versuchsjahren gegrubbert und bis Ende November auf auftretenden gentechnisch veränderten Schwarzen Nachtschatten kontrolliert, ggf. auftretender Aufwuchs wird entfernt. Nach Beendigung des Vorhabens ist eine einjährige Nachkontrolle vorgesehen, die jeweils um ein Jahr verlängert wird, sollten auf der Versuchsfläche noch gentechnisch veränderte Pflanzen gefunden werden. In einem Umkreis von 35 m um die Pachtfläche herum wird das Auftreten von Wildpflanzen des Schwarzen Nachtschattens und Kreuzungspartnern regelmäßig kontrolliert. Ggf. auftretende Pflanzen sollen entfernt werden. Die Einsaat von einer Kleegrasmischung (3 m breit) am inneren Rand der Pachtfläche soll dazu beitragen, dass auf dieser Fläche kein Schwarzer Nachtschatten spontan wächst.

© Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit